Arten von Potenzmitteln
Es gibt mehrere Arten von Potenzmitteln, die je nach enthaltener Substanz unterschieden werden. Es gibt zum Einen die so genannten Initiatoren, die eine Erektion auslösen, und die Konditionierer, die die Bedingungen für eine Erektion verbessern. Weitere Maßnahmen sind die Schwellkörperinjektion, die direkt in den Penis gespritzt wird, Medikamente, die über die Harnröhre wirken oder Vakuum-Hilfen. Des Weiteren sind auf dem Markt Penisprothesen erhältlich, die mit einer kleinen Hydraulik arbeiten. Als letzte Möglichkeit kann auch ein chirurgischer Eingriff in Betracht gezogen werden, der aber nicht immer von Erfolg gekrönt sein muss. Eine ausgeglichene Lebensweise mit möglichst wenig Stress, gesunder Ernährung und viel Sport, hier besonders ein ausgiebiges Training der Muskulatur des Beckenbodens, kann ebenfalls helfen, die erektile Dysfunktion zu verbessern.
Die oben genannten Injektionen werden direkt in den Schwellkörper gespritzt, was kurz vor dem Verkehr geschehen muss. Ein sexueller Reiz ist nicht nötig, so dass die Erektion auch ohne diesen eintritt. Das Harnröhrenstäbchen wird ebenfalls kurz vor dem Verkehr angewendet und wird direkt in die Harnröhre geschoben, von wo es den Botenstoff Prostaglandin E1 freisetzt. Beide Methoden sind nicht ganz ungefährlich und bedürfen einer genauen Kenntnis der Anwendung und der Wirkung.
Ist als Auslöser für die Störung ein Mangel an Testosteron festgestellt worden, so kann der Betroffene über eine Hormontherapie behandelt werden. Er bekommt das Hormon Testosteron dann entweder als Tablette, als Spritze oder als eine Art Gel über die Haut verabreicht.
Für Patienten, denen mit Medikamenten nicht geholfen werden kann, kommen Penisprothese und Vakuumpumpe in Frage. Die Pumpe wirkt über eine Plastikglocke, über die Blut in den Schwellkörper gepumpt wird. Dieses wird durch den Penisring, der im Anschluss übergestriffen werden muss, gehalten. Die Anwendung ist eher für Menschen geeignet, die recht selten Sex haben. Andere Männer ziehen meist die Penisprothese vor. Diese wird durch eine Operation eingebracht und kann nicht wieder rückgängig gemacht werden. Der Grund für diese Endgültigkeit ist, dass die Schwellkörper entfernt werden müssen.